Donnerstag, 3. Dezember 2015

Zwischenzeitlich




Es war ziemlich lange still hier – hatte ich definitiv nicht so vor, aber seit ungefähr Anfang August blieb praktisch keine Zeit mehr für nichts. Unter anderem, weil ich ein paar Wochen lang 12 Stunden am Tag unterwegs war. Die Bahnfahrten hatten aber (abgesehen von Zugausfällen, Verspätungen – man kennt das ja) tatsächlich auch Vorteile, nämlich Zeit, um neue Ideen aufzuschreiben. Mal sehen, was daraus wird. Außerdem findet man unterwegs hin und wieder ein paar hübsche Dinge:




Ein Minion-Ballon am Bahnhof in Darmstadt.

Der besonders nahe Vollmond, morgens in Wiesbaden

Sonnenaufgang am Hauptbahnhof in Wiesbaden



Noch mehr Vollmond.

 
Es ist aber auch nicht so, als wäre in der Zwischenzeit sonst nichts passiert. Ideen überfallen einen ja gerne mal dort, wo man nicht damit rechnet und nicht nur im Zug. Unter anderem auf Festivals …

Tanzritual-Festival 2015 

Die Festival-Auszeit im zu vollen Terminkalender  musste einfach sein :-). Das Gelände war super, die Musik auch,  leider waren ziemlich wenig Leute da (was sich im nächsten Jahr hoffentlich steigert). 
Mitte September kann es abends ja schon  ziemlich kalt werden und trotz Bewegung hat sich das Einsteigen ins Auto ein wenig angefühlt, wie aus dem Kühlschrank gezogen zu werden. Das war aber am Ende auch egal, es hatte sich auf jeden Fall gelohnt. 


An Tag zwei gab es dann kreatives Brainstorming bei jeder Menge Kaffee. Nachdem geklärt war, wozu man eine Zeitmaschine eben nicht gebrauchen kann und dass wir eigentlich alle viel zu viel zu tun haben, um noch irgendetwas anderes in Angriff zu nehmen  – blieb nur noch die Frage, wann wir loslegen würden. Gute Ideen beißen sich eben hartnäckig fest, man darf aber auch erst darüber reden, wenn es so weit ist …
Sehr tanzbar war der zweite Festival-Tag übrigens auch. Die Elektro-Beschallung von (unter anderem) Frozen Plasma ging praktisch über die Lautsprecher direkt in die Beine. Die Septemberkälte war aber weiterhin hartnäckig, Heimfahren war so gesehen eher Auftauen. Also unterkühlt, hungrig, müde – aber voller neuer Ideen. 

Zwar war es nach dem Festival noch ein guter Monat bis zum Buchmesse-Convent, aber auch der ist nur so vorbei gerast …

Mini-BuCon-Bericht 

Die Vorfreude auf BuCon Nummer 30 war schon seit Wochen riesig und entsprechend gut auch die Laune. Es sah alles danach aus, als würden wir problemlos rechtzeitig zur ersten eingeplanten Lesung von Sandra Baumgärtner kommen. Zumindest, bis wir vor der Bahnschranke standen. Und erst mal gar kein Zug kam. Irgendwann kam dann doch einer, aber die Schranke hob sich danach nicht. Weil noch einer folgte. Und dann noch einer. Am Ende waren es ganze fünf oder sechs Züge und ungefähr 15 Minuten. Nach allem, was man später so in Dreieich hörte, ging es den Meisten so. Wann wird endlich das Beamen erfunden?
Aber, genug von Zügen. Zur Lesung waren wir zwar ein bisschen zu spät, aber den größten Teil haben wir noch mitbekommen. Trotz relativ früher Uhrzeit und den ganzen sieben parallelen Lesepanels waren einige Zuhörer da. Tatsächlich, sieben Lesepanels. Und nicht irgendwelche. Für mich waren es zu viele Rosinen, um mir welche rauszupicken, aber tatsächlich war wohl überall etwas los und die Befürchtung, dass die eine oder andere Lesung wegen starker Konkurrenz leer bleiben könnte, hat sich nicht erfüllt. Auch die Lesung von Oliver Plaschka war sehr gut besucht und wie immer richtig toll. 

Die WörterWeltenKugel ist zwar dieses Mal zu Hause geblieben, hat aber vorfreudig auf das Belegexemplar von „Charing Cross“ von Christoph Marzi gewartet, dass ich beim Ulrich Burger-Verlag abgeholt habe. 
Wie das auf Messen immer so ist, ist die Zeit praktisch vorbeigerast.  Viele tolle Menschen, lustige Gespräche und kreative Spinnerei, da vergehen Stunden wie Sekunden. Zwischendurch habe ich wohl mal ziemlich geistesabwesend in die Welt gekuckt, aber das hatte ganz einfache Ursachen: Bei so vielen tollen Büchern an jeder Ecke liegt eindeutig ein Fall von positiver Reizüberflutung vor :-).
Alles in allem war es schon wieder ein extrem toller BuCon  und zum Glück ist nach dem Con ja auch immer vor dem Con, der Messe, was auch immer …

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